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[15] Sie kommen zurück (Nächtliche Gespräche)
Wenn es jetzt im Frühjahr abends dunkel wird und der Straßenlärm nicht mehr die dominante Geräuschkulisse ist, lohnt es sich, die Ohren nach oben zu spitzen, denn nun kommen sie wieder, die größeren und kleineren Trupps von Zugvögeln: mit klangvollem Trompeten kommen die Kraniche, mit geschwätzigem Geschnatter die Wildgänse.
Sie fliegen gerne nachts und normalerweise auch in großen Höhen. Da aber viele Rastgebiete dieser stattlichen Vögel in unmittelbarer Nähe zur Stadt liegen, sind in Bremen die Schwärme meist schon im tiefen Anflug zu erleben.
Und so können wir an diesem weltweiten Pendeln der Zugvögel teilhaben, das durch unterschiedliche Temperaturen und schwankendes Nahrungsangebot ausgelöst wird. Wie die Vögel ihre jeweiligen Routen erkennen und zielbewusst steuern, ist noch immer nicht gänzlich geklärt.
Dass gerade die Kraniche und Gänse gern in Keilformation fliegen, hat jedenfalls etwas mit der Aerodynamik zu tun. Auf diese Weise fliegen alle, außer der Anführerin, im Windschatten des jeweils vor ihm fliegenden Vogels, was deutlich Kräfte sparender ist. Und in der Führung des Schwarms wechseln sich die Vögel ab, damit alle gleichmäßig belastet sind.
Wer einmal einen solchen Zug aus der Sicht der Vögel miterleben möchte, sollte sich den Film "Amy und die Wildgänse" ansehen.
Auch der Cartoonist Marunde hat sich so seine Gedanken gemacht und befürchtet, dass es in den Schwärmen durchaus auch menschlich zugehen könnte... (Schreiben Sie in das Suchfenster auf der Webseite von Marunde den Begriff "Wildgänse", der Cartoon A 0021 ist hier gemeint)
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